Für die Erklärung der Phänomene in der materiellen Welt bedienen wir uns der physikalischen Naturgesetze. Diese sind unabhängig des Betrachters gültig und bieten uns Menschen Sicherheit und Zuverlässigkeit.

Analog den Naturgesetzen haben die 7 universellen Gesetze, die ebenfalls unabhängig vom Wissen des Betrachters existieren, eine Auswirkung auf unseren Mentalkörper. Wer die mentalen Spielregeln kennt und anwendet, kann sich vertrauensvoll dem täglichen Geschehen hingeben.

1. Prinzip der Geistigkeit

Jede Form der Materie ist manifestierter Geist. Jeder Gedanke, der aus unserem Geist entsteht, setzt einen Prozess in Gang. Wir erzeugen unsere eigene Welt durch Ideen, Visionen und Gedanken. Der Zusammenhang von Materie und Geist zeigt auch die Quantenphysik. Energie kann nicht verschwinden. Auch wenn wir Energie verdrängen, ist diese noch da.

Achte auf deine Gedanken, denn sie werden zu Worten.
Achte auf deine Worte, denn sie werden zu Handlungen.
Achte auf deine Handlungen, denn sie werden zu Gewohnheiten.
Achte auf deine Gewohnheiten, denn sie werden dein Charakter.
Achte auf deinen Charakter, denn er wird dein Schicksal.
Achte auf dein Schicksal, denn es bestimmt dein Leben!

2. Prinzip der Polarität

Das Prinzip der Polarität verlangt die bewusste Kontrolle der gegensätzlich wirkenden Kräfte in uns. Das heisst, sich der eigenen Stärken bewusst zu sein und damit der eigenen Schwächen entgegenzuwirken. Fühlst du Misstrauen, so steuere mit dem bewussten Impuls von Vertrauen dagegen, um Herr über deine Zwänge zu werden.

Alles hat zwei Seiten, die scheinbar voneinander getrennt sind, dennoch sind diese Extreme nur verschiedene Seiten derselben Sache. Es geht darum, die EINheit in allem zu erkennen.

Wenn wir Bewusstheit in die dunkle Welt fliessen lassen, dann hört das „Spiel des Zufalls“ auf. Wir erkennen, dass uns die Dinge gesetzmässig zufallen und Krankheitsbilder und Schicksalsschläge machen uns Sinn. Licht in den Schatten fliessen lassen heisst, uns dem Unterbewussten und dessen Schatz bewusst werden, in welchem alles verborgen ist, das wir jemals erlebt haben. Dieses beinhaltet eine Flut von Erfahrungen und Eindrücken und beherrscht somit unsere Einstellung, unser Denken und Handeln und zwar in jeder Sekunde.

Prof. Dr. Gerald Hüther (Neurobiologe)
Die Grundregel des Gehirns ist, nur so viel Energie wie nötig zu verschwenden. Durch den Bewusstwerdungsprozess eines Menschen, wird sehr viel Energie verbraucht. Somit bemüht sich das Gehirn, Abläufe zu automatisieren, um diese von der bewussten in die unbewusste Gehirnebene verschieben zu können. Die meisten Abläufe im Gehirn werden unbewusst gesteuert wie die z.B. Körperbewegungen, Autofahren oder auch das Denken. Nach diesem Prinzip werden auch die Glaubensätze und Muster automatisch angewendet.

Vorstellungen werden in der präfrontalen Rinde im Gehirn durch wichtige Erfahrungen gespeichert – emotional getönte Erfahrungen, die selber oder durch eine wichtige Bezugsperson gemacht wurden. Diese Erfahrungen verdichten sich und werden schlussendlich zu einer Überzeugung oder einer inneren Haltung (siehe Blog – Macht des Unterbewusstseins).

Unser Gehirn ist in der Lage, etwas Immaterielles (Erfahrungen mit Partner, Eltern, Lehrer, etc.) in eine neuronale Vernetzungsstruktur zu verwandeln. Diese Struktur wird wieder genutzt, um neue Beziehungen zu gestalten. Neue Erlebnisse können nur an eine schon vorhandene Struktur anknüpfen.

3. Prinzip der Resonanz (Entsprechung)

Wie Innen, so Aussen – wie im Kleinen, so im Grossen. Was du in den Wald hineinrufst, das bekommst du als Antwort zurück.

Dein Innenleben spiegelt sich in der äusseren Erfahrung wider. So kannst du durch die bewusste, ehrliche Selbstbetrachtung der äusseren Geschehnisse deine eigene bildhafte Vorstellung erkennen. Wir sind die Urheber unserer Realität, den jeder Gedanke, der von uns ausgesandt wird, kommt wieder zu uns zurück.

Jeder Mensch nimmt seine Welt wahr, wie er innerlich dazu programmiert ist. Unsere inneren Überzeugungen und Erwartungen bestimmen unsere Einstellung und Verhalten auch anderen Menschen gegenüber. Wenn jemand jammert, sind immer andere oder äussere Umstände schuld. Der Lösungsweg wäre, in die Eigenverantwortung zu gehen.

Prof. Dr. Gerald Hüther (Neurobiologe)
Bei der Liebe treffen zwei Resonanzphänomene aufeinander. Man versucht den anderen zu verstehen. Dafür sorgen die Spiegelneuronen, die bereits ein Kind im Alter von 1 Jahr perfekt beherrscht. Somit spürt es, ob die Mutter sich mit ihm beschäftigen möchte oder nicht. Durch diese Spiegelneuronen sind Gefühle „ansteckend“, da Liebende mit den Gefühlen mitschwingen.

Unsere Partnerwahl erfolgt immer unseren ganz persönlichen inneren Mustern entsprechend (bewusst und unbewusst). Somit verlieben wir uns in des Partners Licht und Schatten. Bei der Anwendung des Eisbergmodells sieht man deutlich, dass wir ebenfalls mit dem Schatten in Resonanz gehen und ein perfektes Gegenstück suchen.

4. Prinzip der Schwingung

Farben, Formen, Töne, Worte, Gerüche, Symbole, Zahlen etc. sind Schwingungsträger, die unser Grundgefühl ansprechen, anregen und die in uns innewohnende Stimmung nach aussen bringen können.

Die Zellen unseres Körpers bestehen aus Millionen kleinster Atome. Jedes Atom wird durch die permanente Schwingung seiner einzelnen Teilchen zusammengehalten. Unser Körper ist ein lebendiger Organismus, der sich bis zu den kleinsten Zellen in einer permanenten Schwingung befindet. Ändert man die Gedanken, ändert sich die Schwingung und damit die Form.

5. Prinzip des Rhythmus

Alles besitzt einen Rhythmus – von Tagesrhythmen, über Jahreszeiten bis hin zu planetaren Konstellationen. Das Leben bewegt sich in Wellen und spiralförmig nach oben oder nach unten. Es steht niemals still, sondern es beWEGt sich fortwährend.

Nutzen wir die gegenwärtige Kraft des Lebens, dann halten wir an nichts fest, sondern lassen los. Loslassen bedeutet, keinen Widerstand zu leisten, sondern anzunehmen, was ist. Die Weisheit besteht darin, die Dinge zu akzeptieren, die im Moment nicht zu ändern sind und jetzt zu ändern, was man ändern kann.

Die Vergangenheit steht für unsere Erinnerungen, die Zukunft für unsere Erwartungen, doch nur im Jetzt können wir die unbegrenzte Macht unseres Schöpfergeistes zur Umgestaltung nutzen; im Jetzt liegt die Macht zur wahren Veränderung.

6. Prinzip der Ursache und Wirkung – Kausalität

Jeder erlebten Wirkung in unserem Leben geht eine gesetzte Ursache voraus. Ursachen sind Gedanken und Handlungen der Vergangenheit.

Unsere materielle Ebene ist Ausdruck manifesten Denkens. Da die Ursache für heutiges Erleben in unserer Vergangenheit oder einem vorangegangenen Leben gesetzt wurde, überfordert es den Verstand, das vermeintlich Unfassbare zu begreifen. Somit sind wir schockiert über das, was uns so unerwartet zu treffen scheint.

7. Prinzip der Geschlechtlichkeit

Alles ist die VerEINigung des männlichen und weiblichen Prinzipes, jeder Schöpfungsakt geschieht nach diesem Prinzip. Der Gedanke (männlich) und das Gefühl (weiblich) müssen sich EINen, damit der Schöpfungsprozess vollzogen werden kann.

Das Prinzip der Geschlechtlichkeit kommt in der Partnerschaft am deutlichsten zur Geltung. Die innere Frau und der innere Mann suchen die Verschmelzung, also die Vereinigung mit dem Gegenpol.

Quellenverzeichnis
*Krattinger, Franziska. (2014). Die 7 universellen Gesetze (2. Aufl.). Güllesheim: Silberschnur Verlag.
*Dahlke, Ruediger. (2014). Die Schicksalsgesetze. Die Suche nach dem Masterplan. Arenico Productions GmbH.